Das Mediatoren-Netzwerk

Ansprechpartner für den Bereich "Rolle des Rechts" ist unser Mitglied Christoph Kutscheid

Mediation ist anwendbar in allen denkbaren Lebenslagen und zwischenmenschlichen (Konflikt-)situationen. Da heutzutage nahezu alles rechtlich geregelt ist, es also kaum noch rechtsfreie Räume gibt, ist logisch, dass auch die Mediation niemals außerhalb des Rechts stehen kann; die Rolle des Rechts in der Mediation ist also sehr bedeutsam, und zwar in vielfältiger Hinsicht, z.B.:

 

-   Das Recht setzt Grenzen (beispielsweise wäre eine Vereinbarung der Medianten rechtlich unbeachtlich, auf den Kindesunterhalt zu verzichten, da dies nach § 1614 BGB nichtig ist).

-   Das Recht ist jedoch bisweilen auch geeignet, Grenzen (=Positionen) der Parteien aufzubrechen (beispielsweise steht ein Ehegatte auf dem Standpunkt, er habe allein gearbeitet, also allein verdient, also stehe ihm auch allein das in der Ehe erworbene Vermögen zu; dies ist mit dem im Eherecht verankerten Halbteilungsgrundsatz und im Beispiel mit den Grundsätzen des Zugewinnausgleichsverfahren nicht vereinbar), akzeptiert der Ehegatte im Beispielsfall diesen rechtlichen Hinweis, wird er eher bereit sein, seine bisherige Position aufzugeben, was dann wiederum dazu führt, dass der Bereich der möglichen Lösungen größer wird.

-   Das Recht dient als „Anker“ im Sinne der Methodenlehre der Mediation.

 

 

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